Hochzeitsfotos fürs Album auswählen: Die Geschichte zuerst
Die Menschen, die stillen Momente und die Fotos, die dir fehlen würden. So wird aus einer Hochzeitsgalerie mit Bedacht ein Buch, das sich nach eurem Tag anfühlt.

Text von Chris Franz.
Auch eine Galerie voller Lieblingsbilder kann den Verlauf eines Hochzeitstags verfehlen. Vielleicht enthält sie zwanzig Porträts des Paars, aber kaum Bilder von den Menschen, Räumen oder kleinen Übergängen, die diesen Tag unverwechselbar gemacht haben.
Beginne mit dem Tag und nicht mit der Fotoanzahl
Ordne die Fotos den Teilen des Tages zu, an die du dich erinnern möchtest: Vorbereitungen, Trauung, Porträts, Abendessen und Feier. Verwende die Kapitel, die eure Hochzeit tatsächlich hatte. Eine Raumansicht, eine Begrüßung oder verändertes Licht können zwei Momente besser verbinden als ein weiteres Porträt.


Wähle die Fotos, die dir fehlen würden
Ein leicht unscharfes Foto eines Großelternteils kann wichtiger sein als ein technisch perfektes Tischdetail. Beginne mit den Menschen und Momenten, ohne die sich das Buch unvollständig anfühlen würde.
Wähle für jedes Kapitel ein oder zwei tragende Bilder. Ergänze dann die Aufnahmen, die zeigen, was davor oder danach geschah. Behalte ein zweites Bild aus einer Serie, wenn sich Ausdruck oder Handlung ändern. Lass Varianten weg, die nur denselben Moment wiederholen.
Vom Moment auf die Seite
Ein Porträt, eine Geste und der Ort darum herum können sich eine Doppelseite teilen, ohne um Aufmerksamkeit zu konkurrieren. So sieht das in Modern Vows aus.
Die Doppelseite in Modern Vows verbindet nahe Porträts mit einer Aufnahme der Trauung und einem kleineren Detail. Durch die unterschiedlichen Größen stehen die Menschen im Mittelpunkt, während der Ort Teil der Geschichte bleibt. Nutze dieses Verhältnis auch beim Anordnen deiner eigenen Fotos.
Fotobücher entdeckenGib auch den Menschen um euch herum Raum
Schau über die gestellten Gruppenfotos hinaus. Ein Elternteil, das einen Knopf schließt, Freunde, die Stühle tragen, oder jemand, der den Tisch zum Lachen bringt, können mehr vom Tag erzählen als ein weiteres gestelltes Foto.
Prüfe vor dem Abschluss, ob nahe Familienmitglieder und Freunde in der Auswahl vorkommen. Das Buch muss kein Gästeverzeichnis werden. Es geht um die Beziehungen, die du bewahren möchtest, auch zu Menschen, die abseits der Hauptkamera standen.
Lass den Rhythmus der Seiten wechseln
Die zeitliche Reihenfolge ist ein guter Ausgangspunkt. Verschiebe ein Porträt oder Detail, wenn es die Bildfolge verbessert, statt es nur wegen seines Zeitstempels an einer bestimmten Stelle zu lassen.
Beginne mit einer Ansicht des Ortes, geh näher an die Menschen heran, halte bei einer Geste inne und öffne den Blick dann wieder. Gib den wichtigsten Fotos mehr Raum. Wenn alle Bilder klein werden müssen, damit die Auswahl hineinpasst, suche erneut nach wiederholten Momenten und wähle aus.
Ergänze die Worte, die du später lesen möchtest
Namen, ein Datum, ein Satz aus einer Rede oder die Bemerkung, die bis heute alle wiederholen, können den Tag weitertragen. Ergänze sie, sobald die Bildfolge stimmig ist. Behalte die Worte, die etwas erzählen, das auf dem Foto nicht zu sehen ist.


